Bericht zur Jahrestagung 2024

vom: 13.06.2024

Im Eingangsbereich zum Foyer des Kurhauses lud das DGSP-Plakat vom Landesverband Niedersachsen zum Eintritt ein. Am Empfangstresen begrüßen sich Gesine Mörtl und Marlene Stierl, als langjährige Mitinitiatorinnen und Gestalterinnen von DGSP-Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Gesine Mörtl begrüßt den Stellvertretenden Bürgermeister, Hartmut Wingert, der als gebürtiger Bevenser ein Grußwort spricht aus der Sicht eines langjährig erfahrenen Studienrates an der Bevenser Gesamtschule, der als Schulleitungsvertreter und Klassenlehrer immer auch Schüler/innen unterstützend begleitet hat, wenn sie zur Gruppe der „Schwächsten“ gehörten (Bild 58). Im improvisierten Tagungsbüro im Foyer empfingen Susanne Harbort und Caroline Niedermeyer die Tagungsgäste. Im Vorgespräch befinden sich Vertreter des Niedersächsischen DGSP-Landesverbandes, Folke Sumfleth, Bernd Dörgeloh und Kurt Spannig, ebenso im Vorgespräch Folke Sumfleth und Stadtdirektor Martin Feller und Hartmut Wingert. Folke Sumfleth begrüßt die 100 Tagungsgäste. Die blumengeschmückte Bühne im Festsaal empfängt die Gäste als Hingucker. Der Stadtdirektor, Martin Feller, bezieht sich mit eigenem, beruflichem und familiärem Erfahrungsschatz zum Tagungsthema, als Leiter eines Kleinstheimes mit Jugendlichen, die zur Gruppe der „Schwächsten“ gehörten, mit der Betreuung von schutzsuchenden Flüchtlingen. Bernd Dörgeloh führt als erfahrener Moderator durch die Tagung. Der Geschäftsführer der BBM (Bad Bevensen Marketing), Ulrich Langer, begrüßt die Gäste und wirbt mit der „Quelle des Wohlgefühls“, die eine Gesundheits- und Kurstadt wie Bad Bevensen zu bieten hat. Alle 3 Stadtvertreter betonten die enge Zusammenarbeit mit dem Inklusionsbeirat der Stadt Bad Bevensen, deren Vorsitzende, Gesine Mörtl, sie auf die Tagungsthemen eingestimmt hat.

Den Eröffnungsvortrag gestalteten Andreas Adelmeyer, Sozialpädagoge und Arne Reinholt als Genesungsbegleiter aus Geesthacht zum Thema: „Verlässliche, regionale Vernetzungsstrukturen als Grundlage für gute psychiatrische Versorgung“ Gesine Mörtl steht als Orts- und Auskunftskundige vor der Stellwand mit den Eintragungen zu den Workshops. Dr. Matthias Albers, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, referiert als langjähriger Abteilungsleiter Soziale Psychiatrie in Köln zum Thema „Wohnungslos und psychisch krank – wo stehen wir heute?“ Zwei weitere Vorträge beschließen nach der Kaffeepause den Vormittag „Bedingungslose psychiatrische Hilfe für schwerstkranke, wohnungslose Menschen“ mit Dr. Eva Fucik, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in der Vitos Klinik Bamberger Hof in Frankfurt und Karoline Adamski, Diplom-Pädagogin mit Studiengang Sonderpädagogik aus Hannover, Leiterin des Caritas-Forum Demenz zum Thema: „Gerontopsychiatrische Versorgung schwer erreichbarer Klientel“

Die Power-Point-Folien der Vorträge sind in der Webseite eingestellt.

Mittagessen gibt es in kleiner Runde im Foyer oder im großen Festsaal.

Am Nachmittag wurden folgende Workshops angeboten:

Vorstellung der Vernetzungsstrukturen der ländlichen Region des

Kreises Herzogtum Lauenburg – Vernetzung als Grundlage für gute psychiatrische Versorgung. Beeindruckende Ergänzung der beiden Vortragenden aus fachlicher und Selbsterfahrungssicht des Genesungsbegleiters in Profession.

Dipl. Sozialarbeiter Andreas Adelmeyer und Arne Reinholt als Genesungsbegleiter aus Geestacht

 

„Wohnungslos und psychisch krank – wo stehen wir heute?“

Vor 30 Jahren startete das Projekt „Hotel plus“, aber noch heute werden schwer psychisch erkrankte Menschen auf die Straße entlassen. Welchen Beitrag kann die Gemeindepsychiatrie heute leisten? Dr. Matthias Albers, Abteilungsleiter Soziale Psychiatrie in Köln ergänzt mit einem langjährigen Erfahrungsbericht die Entwicklung vom ersten „Hotel plus“ unter Würdigung der Gründerin Ulla Schmalz, mit der Weiterentwicklung von „Hotel plus“-Angeboten in Köln

 

Housing First-Wohnraum als Grundlage für Arbeit mit Wohnungslosen „Zuerst eine eigene Wohnung, dann alle weiteren Unterstützungsmaßnahmen“. Das ist das Prinzip von Housing First“ Thorben Peters, Sozialpädagoge, Leiter der HERBERGEplus in Lüneburg und Felix Wege, Sozialarbeiter in Lüneburg.

Sie berichten, wie sich das Grundprinzip von Housing First in Lüneburg stetig weiterentwickelt.

 

Bedingungslose psychiatrische Hilfe für schwerstkranke, wohnungslose Menschen – Niederschwellige Arbeit mit wohnungslosen Menschen, Dr. Eva Fucik und Dr. Sabine Kreß berichten als Fachärztinnen für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie von ihren unkonventionellen Vorgehensweisen, um das ärztlich zu unterstützende Klientel zu erreichen.

 

Die Workshops fanden in angrenzenden Seminarräumen statt mit jeweils ca. 20 Teilnehmer/innen, eine Gruppe tagte als Besonderheit „Back Stage“ hinter der Bühne, in einem Raum, in dem sich sonst Künstler/innen aufhalten.

Begleitet wurden die Vorträge und Workshops unter teilnehmender, stiller Beobachtung vom Künstlerpaar Ziron & Papke GbR, die die Inhalte mit den Mitteln des improvisierten Theaters in Szenen und Musik vor der Bühne am Ende der Tagung spiegelten. Dies gelang mit großem Heiterkeitserfolg für das Tagungspublikum, die die Zitate aus den Diskussionen und Vorträgen in neuem Gewand verfolgen konnten.

Traditionell fand zum Abschluss die öffentliche Mitgliederversammlung der DGSP-N statt mit der Rückmeldung, dass die Tagung ausgesprochen gelungen wahrgenommen wurde und auch die nächste Jahrestagung des Landesverbandes Niedersachsen ab 17 Uhr am 13.09.2024 im Stövchen in Lüneburg mit deren Vorbereitung beginnt. Als Tagungsthemen wurden vorgeschlagen: „Entwicklung des BTHG mit Bezug zu psychisch kranken Menschen“, „Gerontopsychiatrie“ ,…..unter den jeweiligen Gesichtspunkten der politischen Wirksamkeit.

 

 

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